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Hurra!
Ich darf mitfahren!
Heute ist Mittwoch, hat meine Conny gesagt. Das kann ja sein, aber das
ist mir egal!
Wohin geht die Reise?
Werde ich meine Mutti sehen?
Mhm, die Fahrt dauert aber nicht lange genug, denn wir sind nach wenigen
Minuten schon da.
Wo bin ich jetzt wieder gelandet?
Hallo! Frauchen? Ich glaube ich bin im falschen Film hier!!
Oh, es gibt noch andere Hündchen! Und so viele!
Und was ist da für ein Spielzeug? Ach, so was nennt sich auch Hund?
Entschuldige Kumpel!
Hallo Leute! Sehe ich nicht hübsch aus? Wollt Ihr mich nicht kuscheln?
Ich bekomme keine Zeit um mich noch weiter umzusehen und muss mit auf
eine Wiese.
Was reden die da?
Ich verstehe kein Wort!
Ich werde mich mal schön hinsetzen, vielleicht krieg ich dann ein
Leckerchen.
Hola, es funktioniert! Immer wenn ich so etwas wie „Sitz“ höre, werde
ich mich mal auf meinen Hinten sinken lassen und sehen was geschehen
wird.
Haha, das klappt aber hervorragend! Noch eins und noch eins und...
Was sollte ich jetzt machen? Mich hinlegen? Hatte ich ohnehin schon vor
weil mir wird allmählich übel.
Mhm erst doch noch ein paar Leckerchen!
Woah, jetzt wird es wirklich schlimm! Ich muss mich gleich... Buh! Das
ist aber peinlich!

Genau so wie während meiner ersten Reise!
Tut mir leid aber es war einfach zu viel!
Das ist aber nett! Ich erbreche mich und gleich kommen welche und machen
alles wieder sauber, Nennt man so etwas „Roomservice“?
Ach, ich soll zuhören. Der Unterricht geht weiter.
Was soll ich machen? Auf meinen Menschen zu laufen?
Tue ich doch immer? Wozu noch rufen? Bin ja nicht taub!
Da draussen ist es aber auch interessant!
Sind wir noch nicht fertig? Mir ist langweilig!!
Was? Ooh schon wieder kommen? Nah, wenn es sein soll...
Ach so, nicht zu meinem Menschen, sondern zu meinem Paten!
Mutti!
Der möchte das ich es besser tue! Noch einmal. Jetzt OK? Scheinbar schon,
denn auch er gibt mir noch etwas zum naschen!
Ich darf aber nicht links oder rechts gucken sonst flammen seine Augen!
So sieht er ja wie einen grossen Hund aus.
Bei dem sollte ich mich besser nicht daneben benehmen!
Ha endlich! Schulzeit ist um! Ein bisschen trinken und dann ein
Nickerchen!
Bin ich nicht süss?
...und
bekommt Besuch von Axel!
Am 30.7.2011 durfte Axel als erster Aiko einen Besuch abstatten.
Wie immer, wenn er mitgehen darf, ist er ausser sich vor Freude.
Den Weg zum Hof von Conny kennt er ja auswendig und ich muss ihn fast
ständig darauf hinweisen, dass wir mit ihm spazieren gehen und nicht
umgekehrt.
Marleen und Michael betreten als ersten den Garten.
Keiner ist zu sehen.
Es ist Nachmittag und Aiko geniesst seine Ruhe.
Als er Schritte hört, stürmt er auf Marleen zu.
Wie immer wird sie von Aiko mit voller Begeisterung begrüsst.
Noch hat er Axel nicht bemerkt.
Erst als er seinen Kopf wendet und auf mich zu rennen will, geht er voll
in die Bremsen.
Er glaubte erst, dass dieser Schatten mir gehört, aber jetzt steht er
Auge in Auge mit einen grossen Hund!
Hilfe!!! Ich möchte hier nicht als Nachspeise angesehen werden, muss er
gedacht haben, und fing vor Schreck gleich an zu pinkeln.
Axel, der auch unsere Dunja immer sanft aber entschlossen geführt hat,
schaut mich an als würde er sagen: „Also von dem hast du diesen Geruch
her den ich schon seit Woche riechen kann!“
Er wartet nicht auf meine Antwort und guckt sich den Welpen ein wenig
näher an, den Schwanz erfreut hin und her wiegend wie ein Uhrwerk.
Aiko nähert sich mir einige Schritte und begrüsst mich.
Er tut es sehr behutsam, denn er traut diesen Riesen gar nicht.

Während ich ihn streichle, beobachtet er jede Bewegung die Axel macht.
Sobald Axels Leine nicht mehr unter Spannung steht, lasse ich ihm die
Freiheit.
Er gönnt Aiko keinen Blick mehr und bummelt im Garten herum.
Aikos Neugier ist grösser als seine Angst und er folgt dieser riesigen
Gestalt.
Natürlich muss so ein Moment festgehalten werden!
Michael bringt Aiko und Axel zusammen.
Aiko ist aber noch viel zu nervös und die Kamera viel zu langsam um
richtig schöne Bilder zu schiessen.
Jetzt ist auch Christoph angekommen und übernimmt die Kamera.
Zweiter Versuch, gleiches Resultat.
Aiko flüchtet zu Conny und will sich im Sessel verstecken.
Pech!
Axel hat es bemerkt und läuft einfach auf Aiko zu.
Hätte der auf der Stelle verschwinden können, er hätte es getan.
Wie eingefroren rührt Aiko sich nicht mehr.
Auch nachdem Axel sich längst wieder entfernt hat, werden seine Schritte
mit Argusaugen verfolgt.
Endlich scheint Aiko zu verstehen, dass er vor Axel keine Angst haben
soll.
Als wir die beiden ein drittes mal zusammen bringen, bleibt Aiko viel
ruhiger sitzen.
Sie schauen sich gegenseitig an und Axel lässt Aiko sogar an seiner Nase
schnüffeln und lecken.
Als wir uns verabschieden, bleibt Aiko dieses mal brav neben Conny
sitzen.
So kann man auch Welpen erziehen.

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