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Dein
Lebenslauf ist wie ein Pfad, den Du von Geburt an verfolgst und die
Ereignisse die Deinem Weg kreuzen, hast Du selten oder nie in der Hand.
Das gilt auch für die Tante von Marleen. Vor vier Jahren verlor Sie
ihren Mann und Anfang des Jahres musste Sie auch Ihren treuen Gefährten
Apollo (einen Tervueren) über die Regenbogenbrücke gehen lassen. Die
Kinder sind längst außer Haus und es wurde plötzlich sehr still um sie
herum.
Wir ließen Ihr die Zeit, Ihre Trauer zu überwinden, ehe wir das Thema
auf einen würdigen Ersatz für Apollo lenkten. Es stellte sich heraus,
dass Sie schon längst daran gedacht hatte einen Welpen zu kaufen. Sie
hat schon immer große Hunden gehabt und alles hatte damals mit einem
ausgesetzten Hovawart angefangen. Eines Tages schritt er, ein Seil um
den Hals, auf Ihren Hof, um nie wieder fort zu gehen. Dass Conny die
Auswahl nur auf größere Rassen beschränkte, war für uns überhaupt keine
Überraschung, dass Sie aber einen braunen Labrador bevorzugte, war es
aber wohl. Sie meinte, die wären ja so ruhig. Wir kennen einige dieser
braunen Labradore, ruhig ist aber keiner!
Weil Conny es ja gewohnt ist Ihr eigenes Ding zu tun und dabei keine
Einmischung duldet, empfanden wir unsere Frage, ob Sie vielleicht einen
Hovawart ins Auge fassen könnte, eher riskant. Mit einem „Warum denn
nicht?“, bekamen wir die Genehmigung unsere Fühler
mal
auszustrecken. Für diejenigen die Conny nicht kennen: Sie gehört nicht
in die Gruppe der Gelassenen auf diesen Planeten. Was für ein Glück,
dass wir genügend Leute kennen, die uns gerne bei der Suche nach einem
Hovawart behilflich sind.
Freitag vor Pfingsten wurde die „Fahndung“ eingeleitet und einige
Stunden später wurden wir fündig. Es gab einen Wurf in Duisburg und es
wären noch einige Welpen zur Verfügung. Bei der Ahnentafel der Welpen
stockte mir den Atem. Ein Urgrossvater der Welpen war Aristo vom
Kressbach und dessen Schwester Anjana, ist die Mutter von... unserem
Axel! Prompt stieg unser Interesse für diesen Wurf um 1000%. Nie zuvor
sind wir Hovawarte begegnet, die so eng mit Axel verwandt waren.
Schon für Pfingstmontag bekamen wir einen Termin bei der Züchterin. Also
Conny, Marleen und ich nichts wie ab nach Duisburg. Als wir diese
wimmelnde Truppe zu Gesicht bekamen, erschien es einen Augenblick als
würde klein Axel da an uns vorbei hüpfen. Ein Gänsehaut erregender
Moment!
Während
dem Treffen mit den Welpen bemerkte Conny einen sm Rüde. Wenig später
als wir zusammen saßen, bekam Conny als kleine Prüfung den Welpen in den
Schoss gelegt.
Die beiden verstanden sich sofort!
Am 25. Juni zogen wir erneut Richtung Deutschland für das erste
Zwingertreffen. Die anderen Interessenten kennen zu lernen war uns eine
Freude und alle beteiligten sich an diesem Spiel- und Prägetag. Ich
möchte noch erwähnen, dass unser Empfang durch Marina und Dieter als
fürstlich betrachtet werden sollte. Einen kleine Spaziergang mit den
Welpen in den Rheinauen beendete das gefüllte Programm.
Am 3. Juli war es endlich soweit: Allélon Asis, so wie er bis dahin hieß,
trat seine erste Reise an. Nach Erfüllung der Formalitäten, wechselten
Geld und Dokumente die Seiten. Mit von Tränen überfluteten Augen
verabschiedete sich
Marina
von uns und von Ihrem Welpen. Sie brachte Aiko (sowie er ab dann hieß)
Conny im Wagen. Auf dem Rücksitz, zwischen Conny und Marleen, fuhr Aiko
mit uns mit. Während der ersten Stunde hörten wir sein herzzerreißendes
Jammern. Dann
wurde er müde und schlummerte ein. Kurz vor Antwerpen gab es mehr
Verkehr und Aiko erwachte. Ein wenig später erbrach er ein wenig. Sonst
überstand er die Reise prima!
Da Conny kaum hundert Meter von uns entfernt wohnt, brauchten wir keinen
Umweg zu machen. Nach der Ankunft haben wir Aiko vom Rücksitz gepflückt
und ins Haus getragen.
Seine ersten Schritte auf belgischem Boden waren so, wie man es einen
Hovawart zutraut: ein wenig unsicher aber immer neugierig. Sobald er
seine erste Ernährung von Conny erhielt, machten wir uns auf die Socken.
Zeit um etwas zu essen! Als wir eine Stunde später den Hof betraten,
fing Aiko an zu bellen. Der Kleine hatte also prompt seine
Wächterfunktion übernommen!
In der Zwischenzeit haben auch wir Aiko in unser Herzen geschlossen und
werden Tante Conny bei der Erziehung von diesem kleinen Kerl
unterstützen. Willkommen Aiko!
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